Mit dem Fahrrad zur Arbeit: CO₂-Ersparnis

Das Fahrrad ist schon lange mein bevorzugtes Verkehrsmittel für den täglichen Weg zur Arbeit. Seit Anfang des Jahres ist es sogar so, dass ich die tägliche Pendelstrecke mit dem Rad schneller als mit dem Auto zurücklegen kann. Zeit für eine Abrechnung.

Mein täglicher Weg zu meiner Arbeitsstelle wäre mit dem Auto 12,5 km lang. Mit dem Fahrrad muss ich übrigens die gleiche Streckenlänge zurücklegen, auch wenn der Streckenverlauf ein etwas anderer ist.

Beide Strecken führen mich über die Schiersteiner Brücke, welche immer mal wieder für eine stauige Überraschung gut ist. Selbst wenn kein Stau herrscht, benötige ich mit dem Auto mindestens genau so lang wie mit dem Fahrrad, eher sogar ein paar Minuten länger. Somit gibt es – bis auf übelstes Wetter – eigentlich keine Ausrede, das Fahrrad nicht zu benutzen.

Nun wollte ich wissen, welchen Betrag ich eigentlich an Benzin einspare, wenn ich das Fahrrad benutze, sozusagen als weitere Motivationsunterstützung – denn eine gefühlt zunehmende Zahl von vierbereiften Verkehrsteilnehmern versucht doch immer wieder, einem das Leben und Überleben im Straßenverkehr so beschwerlich wie möglich zu gestalten. Dazu werde ich mich an anderer Stelle noch ausführlich auslassen.

Machen wir also folgende Rechnung auf:

12,5 km ein Weg, also täglich 25 km
5 Arbeitstage: 125 km pro Woche

Mein PKW ist laut Datenblatt mit einem Verbrauch von 7,3 Litern Superbenzin auf 100 km angegeben. Doch das ist der gemischte Verbrauch. Der Innerortsverbrauch ist mit 11,4 Litern angegeben. Mit diesem sollte man wohl eher rechnen, denn die Schiersteiner Brücke ist in der Tat das einzige Stück Autobahn, welches auf dem Weg liegt. Dazu kommt noch der tageszeitabhängige Stop-and-Go-Verkehr. Damit ergibt sich folgender Spritverbrauch:

125 km pro Woche bei 11,4 Litern auf 100 km = 14,25 Liter pro Woche

Wieviel CO₂ entsteht nun dadurch? Laut Wikipedia (ja, ja…) werden bei der Verbrennung von einem Liter Benzin 2,32 kg CO₂ freigesetzt. Ja, 2,32 kg! Das bedeutet:

14,25 Liter pro Woche bei 2,32 kg pro Liter = 33,06 kg CO₂ pro Woche

Das sind in einem durchschnittlichen Monat (4 Wochen) 132,34 kg CO₂.

Das bedeutet, dass ich mit dem Rad nicht nur etwas gutes für mich tue, sondern auch für meinen Geldbeutel (Spritersparnis) und die Umwelt (CO₂-Einsparung). Somit habe ich gleich einen dreifachen Ansporn. Und hier habe ich nur den Pendelweg auf die Arbeit berechnet, nicht all' die anderen Strecken, die ich noch mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklege.

Natürlich ist mir vollkommen klar, dass nicht jeder einfach so auf das Rad umsteigen kann. Bei mir funktioniert das deshalb sehr gut, da mein Arbeitgeber Umkleide- und Duschgelegenheiten bereitstellt, so dass man unbesorgt das Fahrrad benutzen kann.


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